Die Volksbühne am Rudolfplatz ist ausverkauft beim großen Finale von Euer Song für Köln im Jahr 2019

Euer Song für Köln – ein Blick hinter die Kulissen

Diese Rubrik ist unserem Wettbewerb für Kölner Nachwuchsmusiker und -Bands gewidmet, den die GAG Immobilien AG alle zwei Jahre ausrichtet. Warum die GAG den Musiknachwuchs in Köln fördert und wie sich der Wettbewerb seit dem ersten Gewinn von Miljö im Jahr 2013 weiterentwickelt hat, erklären Thomas Kraus und Kim Pubanz von der GAG Immobilien AG in diesem Beitrag.

Der Nachwuchswettbewerb Euer Song für Köln lädt Musiker, Künstler und Bands dazu ein, ihren Song über Köln zu teilen. Wer, wie, was genau ist dabei ganz egal – schließlich ist ja jeder Jeck anders. „Dat muss nur wat mit Köln zu tun haben“, lacht Thomas Kraus, zuständig für Events und Sponsoring bei der GAG. Er ist schon seit vielen Jahren verantwortlich für die jährlich rund 170 Veranstaltungen bei der GAG und auch für diesen Wettbewerb. Dieser wurde 2013 anlässlich des 100-jährigen Firmen-Jubiläums ins Leben gerufen. „Für unsere Events buchen wir oft Musiker, aber wir wollten nicht mehr immer nur die selben nehmen. In Köln gab es damals noch keinen Wettbewerb für Nachwuchsmusiker in dem Sinne. Da haben wir gedacht, es ist Zeit für was Eigenes“, erzählt Thomas Kraus von der Entstehung des Song-Contests.

„Für uns als GAG sind Kunst und Kultur wichtige Zutaten, um zum Zusammenleben beizutragen. Dies wollen wir mit verschiedenen Projekten in unterschiedlichen Veedeln fördern. Wir stellen zum Beispiel immer wieder Kunst in der Kulturkirche Ost aus oder bringen Bewohner und Künstler bei Street Art-Projekten zusammen, wo beispielsweise eine Hochhausfassade verschönert wird. Sportlich unterstützen wir zum Beispiel die Jugendabteilung von Viktoria Köln. Musik fehlte da noch. Mit Euer Song für Köln ist eine tolle Möglichkeit entstanden, Musiker und Bands zu fördern“, erzählt Kim Pubanz, Marketing und Social Media Managerin bei der GAG.

Alles kann, Köln muss!

Der Wettbewerb findet seit 2013 alle zwei Jahre statt. Seitdem haben sich insgesamt über 200 Künstler und Bands zum GAG-Nachwuchswettbewerb angemeldet und teilgenommen. Als Sieger gingen unter anderem heute allseits bekannte Bands wie Miljö und Wat Ess!? hervor. Teilnehmen kann jeder, der noch nicht unter Vertrag genommen wurde, also selbst noch Urheber des eingereichten Songs ist und damit auch noch nicht bei einem anderen Musikwettbewerb teilgenommen hat. „Die Musikrichtung und Zusammenstellung der Bands ist uns total egal. Auch das Alter spielt keine Rolle. Die letzten Sieger Wat Ess!? waren im Schnitt auch älter als Miljö oder Fiasko damals“, betont Kim Pubanz. Sie möchte jeden ermutigen mit zu machen: „Dabei waren bisher nicht nur Kölsch-Rock-Bands, sondern auch Rapper und klassische Musiker. Es muss nicht zwangsläufig Karneval thematisiert werden, was viele ja erst mal mit kölscher Musik assoziieren.“ Aber um Köln sollte es im Song trotzdem gehen. Ganz nach dem bekannten GAG-Motto „Alles kann, Köln muss“.

Es ist total unvorhersehbar, wer gewinnen wird.
Kim Pubanz

Die Gewinner des Wettbewerbs werden demokratisch von drei Parteien gewählt. Beim Online-Voting können alle Kölner für ihren Favoriten abstimmen, wer zum Finale live vor Ort geladen wird. Dort entscheiden dann zu gleichen Teilen das Publikum sowie die Jury aus Fachleuten und Experten. „Für die Jury spielt zum Beispiel eine Rolle, wie das Publikum auf den Live-Auftritt reagiert: Wie sehr holen die Musiker die Menschen vor der Bühne ab? Aber auch: Wie stimmig ist der Songtext?“, erklärt Pubanz einige Bewertungskriterien. „Es ist aber total unvorhersehbar, wer gewinnen wird, da Publikum und Jury schon mal weiter auseinander liegen.“

Die ersten Gewinner von 2013 bis 2019 erhielten Preise im Wert von bis zu 5.000 Euro. „Am Anfang haben wir den Siegern zusätzlich eine professionelle Studioaufnahme spendiert. Aber sie sollen selbst entscheiden können, wofür sie das Geld ausgeben möchten. Und so haben wir anstelle dieser Optionen das Preisgeld einfach erhöht“, erklärt Pubanz. Zudem werden die Künstler bei folgenden Auftritten unterstützt und von der GAG bei Events engagiert.

Miljö, Fiasko, Mr. Tottler und Wat Ess!?, also alle bisherigen Gewinner, sind beispielsweise auch bei den GAG-Innenhofständchen aufgetreten. „Das war was ganz besonders in Zeiten von Corona“, erinnern sich Pubanz und Kraus gerne an die Auftritte und Innenhofkonzerte zwischen März und September 2020 zurück. „Uns ist wichtig, etwas Nachhaltiges zu machen. Deswegen engagieren wir die Gewinner auch weiterhin und sind stolz auf alle, die mitmachen“, ergänzt Kraus.

Euer Song für Köln Playlist

Jetzt kannst Du in Erinnerungen an vergangene Wettbewerbe schwelgen und Dich auf das nächste Finale freuen: Folge unserer Spotify-Playlist und hör Dir die Songs von ehemaligen Finalisten und Gewinnern an. 

Euer Song für Köln Playlist

Jetzt kannst Du in Erinnerungen an vergangene Wettbewerbe schwelgen und Dich auf das nächste Finale freuen: Folge unserer Spotify-Playlist und hör Dir die Songs von ehemaligen Finalisten und Gewinnern an. 

Der GAG-Nachwuchswettbewerb wächst immer weiter

Auch Pubanz hat den Wettbewerb über die Jahre hinweg wachsen sehen: „Im ersten Jahr haben wir den Gewinner noch unter 20 Teilnehmern in unserer eigenen Kulturstätte, der Kulturkirche Ost, gekürt. Das war damals Miljö, die ja heute fast jeder kennt. 2015 folgte dann Fiasko. Somit hatten wir schon mal zwei tolle Bands, die selbst immer bekannter wurden, aber auch unserem Wettbewerb zu größerer Bekanntheit verhalfen. So erhielten wir beim letzten Euer Song für Köln-Wettbewerb im Jahr 2019 schon mehr als 100 Anmeldungen und über 15.000 Menschen haben beim anschließenden Online-Voting abgestimmt!“

Auch das Interesse, dem Finale live beizuwohnen, stieg stetig an. So zog das Event von der Kulturkirche Ost in die Volksbühne am Rudolfplatz, wo rund 400 Zuschauer Platz finden. „2019 haben wir dort zum ersten Mal Tickets für 5 Euro pro Person verkauft. Die Volksbühne war ausverkauft und rappelvoll“, erinnert sich Pubanz zurück. „Die Erlöse des Ticketverkaufs haben wir an die Organisation Live Music Now e.V. gespendet. Die kümmert sich um Leute, die sonst keine Gelegenheit haben, zu normalen Konzerten zu gehen und organisiert Auftritte zum Beispiel in Seniorenheimen“, so Pubanz.

Wenn es Corona zulässt, sehen wir uns 2021 beim fünften Finale von Euer Song für Köln im Gloria Theater.
Kim Pubanz

Für 2021 ist ein erneuter Ortswechsel für das große Finale des Wettbewerbs geplant. „Wir hoffen, dass das Interesse an dem Wettbewerb nicht nur so bleibt, sondern noch weiter steigt. Deswegen veranstalten wir das Finale und gleichzeitig dessen fünfjähriges Jubiläums im Gloria Theater, wenn es die Corona-Lage zulässt. Hier haben nochmal mehr Leute Platz“, freut sich Pubanz schon auf das nächste Finale von Euer Song für Köln. Moderiert wird das Finale dann von Martin Schopps

Alle machen mit – wie es in der Domstadt üblich ist!

Für den Nachwuchswettbewerb „Euer Song für Köln“ im Jahr 2021 wünscht sich Pubanz, dass Corona kein Thema mehr ist und wieder alle unbeschwert miteinander feiern und gemeinsam mitsingen können. „Außerdem wäre es schön, wenn noch mehr Frauen teilnehmen würden“, ergänzt sie und gerät bei den Beschreibungen an die großen Final-Events vor Ort ins Schwärmen: „Es ist wirklich toll, dabei zu sein. Zum einen ist die Stimmung super und absolut mitreißend. 2019 konnte Rapper MANUTA das Publikum zum Beispiel super animieren. Da haben auch die älteren Zuschauer die Arme hochgerissen und mitgemacht.“

Und dann ergänzt Kim Pubanz noch: „Aus Sicht des Publikums und für mich persönlich ist es immer super spannend, die Künstler einmal näher kennenzulernen: Wie sind die drauf? Wie haben die sich zusammen gefunden? Besonders faszinierend finde ich dabei, dass die ja fast alle noch normale Jobs haben und wie die das dann mit der Musik gehändelt bekommen.“ Die Künstler sind auch untereinander total nett, interessieren sich füreinander und wünschen sich gegen-seitig viel Erfolg beim Wettkampf. Also so-wohl vor, als auch hinter der Bühne gilt: Keiner wird ausgeschlossen, alle machen mit.“ Eben ganz so, wie es in der Domstadt Gang und Gäbe ist.

Text: Carina Weisweiler

Fotos: Thilo Schmülgen

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