Die Grüngürtelrosen

… sind mit dem Song „Kölle“ im Finale

Der Männerchor Grüngürtelrosen steht mit rund 75 Mitgliedern auf einer Bühne
Foto: Ben Hammer

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Die Grüngürtelrosen

Songtitel:

Kölle

Aktiv seit:

2019

Musikrichtung:

Männerchorgesang

Proberaum:

Live Music Hall, BüZe Ehrenfeld

Vorbild:

Ralf Schäfer

Lieblingsort in Köln:

der Grüngürtel

Wir treten hier wohl keinem der anderen neun Finalisten zu nahe, wenn wir konstatieren: Die Grüngürtelrosen fallen aus dem Rahmen. Das fängt schon bei der Besetzung an.

Besetzung

Leitung

Constantin Gold

Komposition

Henning Neuser

Gesang

rund 70 Männer

Genau: Die Grüngürtelrosen singen zwar überwiegend Popsongs, sind aber keine Band, sondern ein Männergesangsverein. Wer jetzt aber an ein versprengtes Häuflein alter Herren denkt, das einmal die Woche im vom Tabakrauch geschwängerten Hinterzimmer der benachbarten Eckkneipe übt, liegt komplett daneben. „Ich bin immer wieder freudig überrascht, wer alles zu den Proben oder Auftritten kommt“, sagt Chorleiter Constantin Gold und erinnert sich an die Brings-Brüder, die sich brav in die Aufstellung einreihten und mitsangen. Auch, was die musikalische Qualität angeht, ist er offenbar maximal kompromissbereit: „Es geht bei uns nie darum, dass alle singen können. Es geht darum, Lust am Singen und eine positive Energie rüberzubringen.“

Ein Chor von Leuten, die nicht singen können? Ist das überhaupt ein Chor? Das Publikum und namhafte Kollegen beantworten diese Frage bisher erstaunlich wohlwollend: „Unser erster Auftritt war 2019 als Begleitchor von Flo Mega im Gloria vor 600 Zuhörern“, zählt Constantin auf. „Wir waren Backgroundchor von Cat Ballou in der Lanxess Arena. Wir waren bei Jeck im Sunnesching. Und im Stadion zusammen mit den Bläck Fööss.“

Wie ist das möglich? Einfache Erklärung: Die Grüngürtelrosen sind eine echte Szenegründung, eine gemeinsame Initiative von Sepp Bleibtreuboy alias „Bleibi“, Teil des arrivierten DJ-Teams Rhythmusgymnastik, und den Jungs von der Kölsch-Bar im Belgischen Viertel. Das Erfolgsgeheimnis der Macher bei all ihrem Wirken: Ohne Ironie ist das Leben nur halb so lustig.

Trotzdem (oder gerade deshalb) gibt sich Constantin alle erdenkliche Mühe, seine Sängerknaben auf die beabsichtigten Tonhöhen zu trimmen. Nicht immer vergebens: „Ich versuche schon, eine richtige Chorprobe zu machen. Es gibt Einsingen, es gibt Stimmbildung. Ich träume davon, dass irgendwann irgendwo die Schlagzeile steht: Die Grüngürtelrosen können doch singen!“

Bisher sind das konkret vier Medleys, die Constantin aus insgesamt 42 Songschnipseln zusammengebastelt hat. „Eins heißt zum Beispiel 6-Kölsch-3-Pils-Medley“, erklärt er, „also kölsche und deutschsprachige Songs gemischt. Wir haben auch ein Karnevals- und ein Weihnachts-Medley.“

Irgendwann entstand aber doch der Wunsch: „Ein eigener Song wäre schon geil.“ Den Finalsong „Kölle“ hat der Chor von Henning Neuser – Szene-Urgestein mit Studio in Nippes – texten, komponieren, aufnehmen, produzieren und mischen lassen. Er beschreibt darin einen ungewöhnlichen Blick auf die Stadt: „Köln ist wie eine Person, die sich total an dich ranschmeißt. Als Imi weiß man erstmal gar nicht, wie man damit umgehen soll. Aber am Ende verliebt man sich.“

Mal sehen, ob es dem Publikum bei Euer Song für Köln genau so geht. Wir sagen mal so: Die Chancen stehen gut.

Text: Sebastian Züger

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