Umzugshelfer beim Verladen
Foto: Costa Belibasakis

Umzug an einem Tag – so planst Du den Ablauf

In dieser Rubrik versorgen wir Dich mit den besten Wohntipps. Die folgenden Empfehlungen helfen Dir, einen Ablaufplan für den Umzugstag zu erstellen. Niklas Zagolla vom Umzugsunternehmen „ZBV Fels GmbH“ unterstützt uns dabei mit Experten-Tipps. Zudem erklärt er, welche Aufgaben eine Umzugsfirma am Tag X für Dich übernehmen könnte.

Ein paar Tage vorher

Wenn Du ohne ein Umzugsunternehmen umziehst, ist es besonders wichtig, den Umzugstag optimal zu planen. Damit am Tag X alles glatt läuft, erledigst Du ein paar Dinge am besten schon im Voraus. Auf Deine Checkliste für die Tage vor dem Umzug gehören diese Punkte:

  • Nachsendeauftrag bei der Post beantragen: Du hast bereits die Stellen aufgelistet, die Du über Deine Adressänderungen informieren willst? Super! Trotzdem kann es nicht schaden, wenn Du einen Nachsendeauftrag bei der Post beantragst – das funktioniert auch online. Schließlich dauert es eine gewisse Zeit, bis Deine neue Adresse allen auf Deiner Liste bekannt ist. Und auch Post von Stellen, die Du vielleicht vergessen hast, findet so den Weg in den neuen Briefkasten.
  • Für Kinder und Haustiere eine Betreuung suchen: Wer Kinder oder Haustiere hat, sollte rechtzeitig eine geeignete Betreuung finden. Bitte zum Beispiel die Großeltern, Freunde oder Nachbarn um Hilfe.
  • Beim Einkauf der Lebensmittel zurückhalten: Damit Du nicht so viel transportieren musst und keine Lebensmittel verderben, solltest Du nur noch das Einkaufen, was Du auch wirklich benötigst. 
  • Alte und neue Nachbarn über den Umzug informieren: Damit jeder Bescheid weiß, dass es an Deinem Umzugstag kurzfristig etwas lauter werden könnte, solltest Du Deine Nachbarn rechtzeitig informieren. Und damit kein Nachbar morgens aus dem Bett fällt oder abends nicht schlafen kann, denke bei der Planung am Umzugstag auch daran, die Ruhezeiten einzuhalten.

Du bist gespannt auf Deine neue Nachbarschaft und möchtest sie am liebsten schon jetzt kennenlernen? In unserer Rubrik „Deine Nachbarn“ laden viele Kölner zum Hausbesuch ein oder erzählen aus ihrem Leben. Auch Du kannst mitmachen und Dich digital vorstellen.

To-Dos am Vortag

Jetzt ist es bald soweit. Wenn Du Deinen Umzug selber durchführst, solltest Du am Tag davor die folgenden Fragen mit Ja beantworten können und auf Deiner Checkliste abhaken:

  • Transport gesichert? Hole den gemieteten Transporter ab und tanke zusätzlich benötigte Autos noch mal auf.
  • Kommst Du morgen rein und raus? Halte benötigte Schlüssel bereit.
  • Alles eingepackt? Packe und beschrifte die letzten Kartons. Stelle Wertvolles, das Du in Deinem Wagen transportieren möchtest, gesondert in eine Ecke.
  • Möbelstellpläne vorbereitet? Möbelstellpläne zeigen, wo welches Möbelstück in der neuen Wohnung stehen soll. Denke auch an Möbel, die Du neu gekauft hast oder kaufen wirst.
  • Letzte Besorgungen erledigt? Kaufe Verpflegung und Arbeitshandschuhe für Deine Umzugshelfer ein. Denke auch an Müllsäcke und Reinigungsutensilien.
  • Technik gecheckt? Lade Handys und den Akkuschrauber noch einmal auf. Und schnell noch den Kühlschrank abtauen und reinigen, damit dieser morgen mit kann.
  • Je eine Umzugstasche für jedes Familienmitglied gepackt? „In die Umzugstasche gehören persönliche Bedarfsgegenstände wie zum Beispiel Medikamente, Waschzeug und Kleidung für die ersten zwei bis drei Tage“, erklärt unser Experte Niklas Zagolla.

Hast Du Experten für den Umzug beauftragt, ist der gesamte Zeitplan natürlich mit den Profis abgestimmt. Durch ihre Erfahrung können sie sehr gut kalkulieren, wie lange einzelne Schritte beim Umzug benötigen. Welche Schritte am Vortag sowie am Umzugstag selbst noch von Dir zu erledigen sind, kannst Du direkt mit den Profis besprechen. „Wir besprechen alle offenen Fragen zum Ablauf schon vor dem Umzugstag mit dem Kunden“, so der Profi der ZBV Fels GmbH. „Aber natürlich steht auch hier ein fester Ansprechpartner zur Verfügung. Vor Ort sind zudem meist ein bis zwei Monteure und der Fahrer des Transporters, der auch beim Verladen hilft“, erklärt Niklas Zagolla weiter. Ein paar Hinweise darauf, was die Umzugsexperten für Dich ansonsten übernehmen können, gibt Niklas Zagolla auch in den folgenden Empfehlungen.

Frühstück und Pausen einplanen

Damit Du entspannt in den Tag starten kannst, stehe einige Stunden bevor Deine Umzugshelfer eintreffen auf. So kannst Du Dich in Ruhe fertig machen und frühstücken. Ein ausgiebiges Frühstück versorgt Dich mit der Kraft, die Du für den bevorstehenden Tag brauchst.

Vergiss während des Umzugs auch nicht, Pausen einzulegen und diese in Deinem Zeitplan zu berücksichtigen. Ein Umzug mit Freunden und Verwandten kann nicht im Akkord durchgeführt werden. Wenn es sich logistisch einrichten lässt, lade Deine Umzugshelfer zu einem Mittagessen ein. Dieses sollte jedoch nicht zu fettig und schwer ausfallen und problemlos im Stehen eingenommen werden können. Niklas Zagolla verrät hierzu: „Bei dem Umzug mit einer Möbelspedition kommen Kaffee und Wasser bei den Profis natürlich auch immer gut an – das Bier sollte sich der Kunde aber bitte sparen.“

Laufwege sichern

 „Um häufig genutzte Laufwege vor Kratzern und weiteren Schäden zu bewahren, sollten diese abgedeckt werden“, empfiehlt unser Experte. Beim Transport von sperrigen und großen Möbelstücken kann es außerdem schnell passieren, dass Du mit Deinen Helfern an der ein oder anderen Stelle aneckst. Daher gilt: „Auch Türzargen und Fahrstühle nicht vergessen.“ Insbesondere ein brandneuer Bodenbelag oder andere anfällige Stellen wie der Spiegel im Aufzug sollten gesichert werden. Dafür eignen sich Malervlies und Klebeband. Aber Achtung: Abdeckungen am Boden müssen sicher fixiert werden, um gefährliche Stolperfallen zu vermeiden.

Den Schutz von Laufwegen im Hausflur und in der Wohnung solltest Du idealerweise bereits vor Ankunft Deiner Umzugshelfer einrichten.Denke hierbei an die alte und die neue Wohnung. „Wenn uns ein Kunde beauftragt, dann zählt das Sichern der nötigen Stellen auf den Laufwegen zu unseren Aufgaben“, ergänzt Niklas Zagolla.

Schon gewusst?

Wer Kartons und Möbel mit dem Aufzug in die Wohnung transportiert, sollte diesen nicht nur vor Beschädigungen schützen, sondern auch die maximale Belastungsgrenze im Blick haben. Es gilt: Nicht alles, was in den Aufzug passt, kann damit auch transportiert werden. Achte vor allem auf das Gesamtgewicht in Kilogramm.

Umzugshelfer einweisen

Ein Tipp vom Profi vorweg: „Plant man den Umzug mit Freunden und Verwandten sollte ein Zeitpuffer einkalkuliert werden, da gerade am Wochenende nicht jeder früh zur verabredeten Uhrzeit auf der Matte steht“, rät Niklas Zagolla. Nach der Ankunft aller Helfer nimmst Du Dir am bestenzunächst die Zeit, um Deinen Ablaufplan, die Arbeitseinteilung und offene Fragen zu besprechen. So weiß jeder, was er zu tun hat und worauf zu achten ist. Hast Du einen Möbelstellplan angefertigt, solltest Du diesen ebenfalls kurz erläutern. So wissen die Helfer Bescheid, welcher Platz in welchem Raum für die Möbel vorgesehen ist und nicht mit Kartons zugestellt werden darf. Stehe Deinen Helfern auch während des Umzugs jederzeit für Fragen zur Verfügung. Vieles, was für Dich selbstverständlich erscheint, ist für eine Person, die die Wohnsituation nicht kennt, unklar.

Wer mit einer Umzugsfirma umzieht, kann diesen Part in der Regel von der Aufgabenliste streichen: „Bei der Beauftragung eines Umzugsunternehmens ist am Umzugstag selbst meist nur noch wenig zu klären“, weiß der Experte.

Transporter beladen

Im nächsten Schritt wird es ernst: Das gesamte Umzugsgut muss in das gemietete Transportfahrzeug befördert werden. „Beim Beladen sollte darauf geachtet werden, dass der Laderaum möglichst vollständig ausgenutzt wird“, erklärt der Profi von der ZBV Fels GmbH. „Das ist nicht nur effizient, sondern vermeidet auch das Verrutschen der Ladung. Am besten werden zunächst große Möbelstücke im LKW verstaut und Lücken eng mit Umzugskartons geschlossen. Wenn einige Kartons zunächst zurückgehalten werden, können diese am Ende wunderbar dafür genutzt werden, die Hohlräume neben den Möbeln zu füllen. Außerdem muss der LKW mit qualitativ hochwertigen Packdecken ausgestattet werden, um das Mobiliar vor Beschädigungen zu schützen.“ Ein Möbeltransport ohne Packdecken sei daher ausdrücklich nicht ratsam, denn hierbei könnten die Möbel durch die Erschütterung während des Transports aneinander reiben und beschädigt werden.

Wer den Umzug selber durchführt, sollte sowohl für das Ein- als auch für das Ausladen des Umzugsgutsausreichend Zeit einplanen. Auch die Zeit für die Fahrt mit dem Transporter von der alten zur neuen Wohnung musst Du dafür berücksichtigen. Bei einem Umzug zwischen weit entfernten Städten kann allein der Transport einige Stunden in Anspruch nehmen. Manchmal sind auch mehrere Fahrten erforderlich.

Wenn Du ein Umzugsunternehmen beauftragt hast, wird das Ein- und Ausladen für Dich übernommen.

Kontrollgang durchführen

Plane eine ArtKontrollgang ein, nachdem Du den Transporter das letzte Mal vollständig beladen hast. Wurde nichts vergessen? Ist alles eingepackt? Denke auch an die Kellerräume und den Dachboden und gegebenenfalls auch an die Garage. Gibt es noch Dinge, die Du separat mit dem Auto transportieren möchtest, verstaue diese spätestens jetzt in Deinem Fahrzeug.

Beseitige am besten gleich auch Verschmutzungen im Treppenhaus, die durch den Umzug entstanden sind. Ist die Wohnung leergeräumt, kannst Du auch hier groben Schmutz entfernen. Häufig ist es sinnvoll, die Wohnung zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal gründlich zu säubernund für die Wohnungsübergabe vorzubereiten. Den Zählerstand für Wasser, Strom oder Gas solltest Du natürlich auch erst dann ablesen, da Du zum Putzen sicher noch Licht und Wasser benötigst.

Endspurt in Deinem neuen Zuhause

Im neuen Zuhause angekommen, räumst die die Umzugskartons nun wieder aus und baust die Möbel auf. Im Vorfeld sinnvoll beschriftete Kartons und Möbelstellpläne erleichtern jetzt das systematische Ausräumen und Aufbauen.

Tipps zur sinnvollen Beschriftung von Umzugskartons findest Du im Ratgeber „Umzugskartons packen“. Und wie Du Möbel sinnvoll abbaust, damit Du sie später schnell wieder montiert hast, erfährst Du im Ratgeber „Umzug vorbereiten“.

Hast Du für Deinen Umzug ein Umzugsunternehmen beauftragt, werden die Mitarbeiter weitere vereinbarte Leistungen in Deinem neuen Heim durchführen. Dazu zählen unter anderem der Anschluss der Elektrogeräte, die Montage der Möbel und die Anbringung der Beleuchtung. Führst Du den Umzug in Eigenregie durch, fallen diese Aufgaben Dir und Deinen Helfern zu. Das gilt jedoch nicht für den Herd –  den Anschluss an Starkstrom solltest Du immer einem Experten überlassen.

Fertig? Noch nicht ganz. Denn nach dem Aufbauen der Möbel und dem Auspacken der Kartons bleibt häufig ein Müllberg übrig: Verpackungsmaterial vom Umzug und der Plastik- und Papiermüll, der vorher noch neugekaufte Möbelstücke schützte, gehören nun fachgerecht entsorgt. Am besten sammelst Du den Müll und bringst diesen direkt zum nächsten Wertstoff-Center der AWB.

Text: Sabrina Stapel

Fotos: Costa Belibasakis

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