Umzugshelfer tragen Karton
Foto: Costa Belibasakis

Umzug vorbereiten – Tipps vom Profi für Möbel und Co.

In dieser Rubrik versorgen wir Dich mit den besten Wohntipps. Diesmal kümmern wir uns um die Planung von Deinem nächsten Umzug. Experte Niklas Zagolla vom Umzugsunternehmen „ZBV Fels GmbH“ unterstützt uns dabei. Er gibt Tipps für den Umzug in Eigenregie und erklärt gleichzeitig, welche Vorteile ein Umzugsunternehmen mit sich bringt und worauf Du bei einer Beauftragung achten solltest.

Organisatorische Maßnahmen

„Wenn der Umzug gut geplant ist, treten in der Regel auch keine Probleme auf“, versichert uns der Experte Niklas Zagolla. „Ein gut geplanter Umzug beginnt schon Wochen vor dem eigentlichen Umzugstag.“ Erledige also alles, was Du kannst, soweit wie möglich im Voraus. So bringst Du den Umzugstag stressfrei über die Bühne.

Dazu gehört zum Beispiel die rechtzeitige Beantragung von Sonderurlaub. Aber auch der Umzugsstransporter und Parkflächen müssen vorab organisiert werden. „Es sollte beispielsweise rechtzeitig geklärt werden, wo der LKW zum Be- und Entladen geparkt werden kann – notfalls ist eine Genehmigung bei der Stadt zu beantragen und eine Haltverbotszone fristgerecht und mit Aufstellprotokoll dokumentiert einzurichten“, erklärt der Profi der „ZBV Fels GmbH“und weist darauf hin, dass ein Umzugsunternehmen diese Organisation übernehmen kann. Wenn Du den Umzug privat durchführst, solltest Du frühzeitig einen Transporter mieten, die Parksituation prüfen und einen Antrag bei der Stadt stellen, wenn nicht ausreichend kostenfreie Parkplätze vor Deiner alten und neuen Wohnung zur Verfügung stehen.

Übrigens: Feuerwehrzufahrten darfst Du weder zum Parken noch zum Halten nutzen. Hier gilt ein absolutes Halteverbot. Ein solches Halteverbot ist notwendig, da es bei Feuerwehreinsätzen oft um Minuten geht. Wer die Feuerwehr behindert, muss nicht nur mit Bußgeldern, sondern möglicherweise auch mit weiteren Konsequenzen rechnen. 

Weitere organisatorische Maßnahmen betreffen auch Um- und Anmeldungen. Bei Ummeldungen geht es darum, wichtigen Vertragspartnern, Banken oder auch der Krankenkasse zu melden, wo Du jetzt wohnst. Ummeldungen solltest Du möglichst zeitnah nach Deinem Einzug vornehmen. Das gilt auch für die Anmeldung Deiner neuen Wohnung bei der Stadt Köln. Innerhalb von 14 Tagen nach dem Einzug musst Du Dich bei der Stadt mit Deinem neuen Wohnsitz anmelden und eine Wohnungsgeberbescheinigung des neuen Vermieters vorzeigen. Ebenfalls mit auf die To-Do-Liste für die Um- und Anmeldungen gehören der Stromanbieter und die Anbieter für Wasser, Gas sowie Internet und Telefon, falls diese Kostenpunkte nicht über den neuen Vermieter und damit die Nebenkosten laufen.

Erstelle Dir am besten schon jetzt eine Liste mit allen Stellen, die Du nach Deinen Umzug informieren musst und vereinbare bereits einen Termin bei der Stadt Köln – das geht auch ganz einfach online

Für eine erste grobe Übersicht kannst Du Dir die Checkliste von Niklas Zagolla herunterladen. Hier sind die häufigsten Stellen für Um- und Anmeldungen aufgeführt.

Exklusiv für GAG-Mieter

Gerade bei der Ummeldung von Internet und Telefon lohnt sich eine rechtzeitige Planung: Viele Anbieter benötigen eine gewisse Vorlaufzeit. Vereinbare den Termin mit dem Servicetechniker daher frühzeitig. Informiere Dich außerdem darüber, ob der Anschluss frei zugänglich ist. Kontaktiere hierfür einfach frühzeitig Dein Kundencenter und teile unseren Mitarbeitern den Termin mit, wenn sich der Anschluss in einem verschlossenen Raum befindet. So stellst Du sicher, dass sich Dein Hausmeister Zeit nehmen kann, um den Raum aufzuschließen.

Umzugshelfer organisieren

Damit der Umzugstag erfolgreich verläuft, brauchst Du nun noch tatkräftige Helfer, die Dir beim Möbelabbau, beim Tragen oder beim Transport helfen. Wer ein Umzugsunternehmen beauftragt, braucht sich um diesen Punkt keine Gedanken mehr machen. Für alle, die sich privat Helfer organisieren möchten, hat der Profi im Folgenden noch ein paar Tipps parat.

Ganz allgemein gesagt: Je mehr beim Umzug mit soll, desto mehr Helfer und Zeit benötigst Du grundsätzlich auch.Bedenke dabei, dass vieles länger dauern kann, als ursprünglich kalkuliert und plane Dir Zeitpuffer ein. „Ein fachfremder Umzugshelfer wird körperlich schneller an die Belastungsgrenze kommen als der Profi. Es wird immer länger dauern, auch weil hier Erfahrung eine große Rolle spielt“, erklärt Niklas Zagolla. „Grundsätzlich kann ich jedoch nur davon abraten, zu viele ungelernte Umzugshelfer für den eigenen Umzug zu mobilisieren. Sonst steht man sich nur im Weg rum und es kann nicht wirklich produktiv gearbeitet werden.“

Deshalb rät Niklas Zagolla, sich bei der Planung folgende Fragen zu stellen:

  • Habe ich einen LKW-Fahrer im Freundeskreis, der mich am Umzugstag auch zuverlässig unterstützen kann?
  • Wie oft muss ich fahren?
  • Wie viele Möbel müssen abgebaut werden und wer kann das?
  • Aus welcher Etage und in welche Etage wird umgezogen?
  • Wie lang sind die Laufwege?
  • In welcher körperlichen Verfassung befinden sich meine Helfer?
  • Wer besitzt welche Fähigkeiten?

Gerade die letzten beiden Fragestellungen seien wichtig, denn nicht jeder kann eine Waschmaschine zwei Stockwerke runtertragen oder darf den Herd vom Starkstrom nehmen. Sobald Du Antworten auf die Fragen vom Profi gefunden hast, gilt es benötigte Personen um Unterstützung zu bitten. So stellst Du sicher, dass Deine Helfer frühzeitig planen können und am Tag des Umzugs auch Zeit haben.

Packmaterial und Hilfsmittel beschaffen

Wer den Umzug von einem professionellen Unternehmen durchführen lässt, kann sich bei diesem Punkt zurücklehnen. Denn die Ausstattung mit wichtigem Profi-Material kann direkt über das beauftragte Unternehmen erfolgen. Neben Umzugskartons gehören auch weiteres Packmaterial und Transporthilfen dazu. „Vor allem bei langen Laufwegen sind Möbelhunte unabdingbar“, so der Profi der ZBV Fels GmbH. „Diese extra für Möbelspeditionen entwickelten Rollbretter werden genutzt, um das Umzugsgut möglichst zu schieben. Mit einem Hunt können locker sechs Kartons geschoben werden, diese Anzahl kann man natürlich tragend nicht auf einmal bewältigen.“ Daneben stattet Niklas Zagolla seine Umzugsteams und LKWs grundsätzlich immer mit ausreichend Packdecken, Werkzeugen und Leitern aus.

Wer seinen Umzug in Eigenregie durchführt, kann sich am Profi orientieren. Du benötigst zum Beispiel:

  • Umzugskartons
  • vernünftiges Packpapier
  • Füllmaterial
  • Luftpolsterfolien
  • Matratzenhüllen
  • Kleiderkisten
  • TV-Transportboxen
  • Möbelhunt oder Sackkarre
  • Packdecken für den Transporter
  • Leitern
  • Werkzeuge

Das benötigte Material kannst Du bei einer Möbelspedition oder im Baumarkt kaufen. Hilfsmittel wie Umzugskartons, Möbelhunt oder Sackkarren lassen sich auch ausleihen – im Internet findest Du zahlreiche Anbieter.

Du brauchst noch mehr Unterstützung beim Thema Umzugskartons oder Kauf von Werkzeugen? In unserem Ratgeber „Umzugskartons packen” verrät Dir Umzugsexperte Niklas Zagolla, worauf Du beim Kauf und Gebrauch von Umzugskartons achten solltest. Und unser GAG-Hausmeister Justin Dresens erklärt im Ratgeber „Werkzeug-Grundausstattung“, welcher Basisbestand an Werkzeugen in jeden Haushalt gehört.

Ungenutzte Möbel abbauen

Auch bei diesem Punkt gilt, je eher Du mit dem Abbau der Möbel beginnst, desto mehr Zeit bleibt Dir in der stressigeren Umzugsphase. Aber: Baue nur Möbel ab, die Du nicht mehr nutzen möchtest. Und behalte im Hinterkopf, dass Du nicht jedes Möbelstück auseinanderbauen musst. Ein Tisch lässt sich meist problemlos im Transporter verstauen, ohne dass er in seine Einzelteile zerlegt werden muss.

Beim Abbau der Möbel kannst Du Dir oder Deinen Umzugshelfern durch die Beachtung weniger Hinweise die Arbeit erleichtern. Unser Experte empfiehlt beispielsweise, dass die Person, die für den Abbau der Möbel verantwortlich war, diese auch wieder zusammenbaut. Und: „Türen eines mehrtürigen Kleiderschrankes sollten vor Abbau nummeriert werden“, so Niklas Zagolla. Sinnvoll sei es auch, nach dem Nummerieren ein Foto vom Möbelstück zu machen. Und: „Beschläge und Schrauben sollte man dann sammeln und in einer Tüte je demontiertem Möbelstück aufbewahren.” Die Tüten können mit Klebeband an dem jeweiligen Möbelstück angebracht werden. Doch Vorsicht: Klebe die Tüten nicht direkt auf das Möbelstück, sondern immer auf eine Stelle, die bereits durch Luftpolsterfolie oder ähnliches geschützt ist. So hast Du am Ende keine Probleme, die Kleberückstände von den Möbeln zu entfernen. Du kannst die Tüten natürlich auch separat transportieren, solltest sie dann aber vorher korrekt beschriften.

FAQ: Umzug mit einem Umzugsunternehmen

Ob Du Familie und Freunde bittest, beim Umzug zu helfen oder ein Umzugsunternehmen beauftragst, hängt von vielen Faktoren ab. Damit Du für Dich beurteilen kannst, ob Du mit oder ohne Umzugsfirma umziehen möchtest, haben wir unserem Experten einige Fragen gestellt. In den folgenden Absätzen erfährst Du, worauf Du bei der Beauftragung einer Umzugsfirma achten solltest, wie sich Kosten ermitteln lassen und welche Leistungen der Profi übernimmt.

Wann ein Umzugsunternehmen beauftragen?

Planst Du, die Dienste eines Umzugsunternehmens in Anspruch zu nehmen, solltest Du Dich zeitnah um die Terminbuchung kümmern. Heißt: Sobald Du den Umzugszeitraum kennst, solltest Du nach dem richtigen Dienstleister suchen. Dann hast Du in der Regel genügend Zeit, um Angebote zu vergleichen und musst nicht auf ein unseriöses Unternehmen ausweichen. „Es gibt am Markt viele gute Umzugsunternehmen – leider allerdings auch ein paar wenige schwarze Schafe”, erklärt der Experte.

Die Umzugshauptsaison ist im Frühling und Sommer oder am Wochenende. Dann sind Umzugsunternehmen besonders begehrt. Wer in der Hauptsaison umziehen möchte, sollte die gewünschten Helfer zwei Monate vor dem Umzugstag beauftragen. Wenn Du kurzfristig umziehen musst, lassen sich bis circa vier Wochen vor dem Tag X noch professionelle Helfer finden.

Worauf bei der Beauftragung achten?

Umzugsexperte Niklas Zagolla hat für uns einige Merkmale zusammengetragen, an denen Du ein kompetentes Umzugsunternehmen erkennen kannst. „Eine kostenlose Besichtigung und Beratung vorab sind ein wichtiges Kennzeichen“, weiß der Experte. Außerdem nennt er noch folgende Punkte:

  • Die Erstellung eines detaillierten Umzugsangebots.
  • Den Ausweis der gesetzlich vorgeschriebenen Versicherung mit Haftungsgrenzen im Angebot.
  • Die Verbandsmitgliedschaft und/oder Zertifizierungen, anhand derer die Kompetenz beurteilt werden kann.
  • Und wie in jeder Lebenslage: ein positives Bauchgefühl.

Von reinen Online-Angeboten und provisionsgetriebenen Vermittlungsportalen rät der Profi ab.

Was kostet ein Umzug mit Umzugsunternehmen?

Im Internet findest Du diverse Vergleichsportale, die mithilfe von Angaben wie Wohnungsanschriften, Etagenanzahl, Quadratmeterzahl und weiteren Informationen, den günstigsten Anbieter in Deiner Umgebung für Dich ermitteln. Von einer Recherche nach einem professionellen Umzugsunternehmen nach diesem Prinzip rät der Profi ab, da sich die Kosten nicht sicher, ohne einen Vor-Ort-Termin und Detailfragen, bestimmen lassen.

„Erfrage die Kosten für Deinen Umzug besser direkt bei einem Unternehmen Deiner Wahl. Dieses lässt Deine Lage bestenfalls durch einen Mitarbeiter bei einem Vor-Ort-Termin begutachten und erstellt Dir auf Basis dessen ein individuelles Angebot“, weiß unser Experte von der ZBV Fels GmbH.

Meistens befinden sich die Kosten für den Service eines Umzugsunternehmens im vierstelligen Bereich und variieren aufgrund von vereinbarten Leistungen, der Menge an Möbeln und Kartons, der Distanz zwischen den Orten und weiteren Faktoren.

Die Leistungen eines Umzugsunternehmens

Das Leistungsspektrum eines jeden Umzugsunternehmens ist unterschiedlich und individuell auf die Bedürfnisse des Auftraggebers abgestimmt. Für einen ersten groben Überblick hat uns Niklas Zagolla ein paar mögliche Leistungen genannt:

  • Vor dem Umzug: Besichtigung und Beratung vor Ort
  • Einholen von behördlichen Genehmigungen vor Umzugsdurchführung
  • Rechtzeitige Anlieferung des benötigten und bei der Besichtigung festgelegten Verpackungsmaterials
  • Umzug inklusive aller besprochenen Leistungen wie beispielsweise: Ein- und Auspackservice, Demontage und Montagearbeiten, Dübelarbeiten, Elektroarbeiten, Anschluss von Waschmaschinen, Spülbecken, Armaturen, Küchenmontagen, Schreinerarbeiten und Materialabholung

Je nach Wunsch können einzelne Leistungen auch vom Kunden selbst erledigt werden. Das sollte vorab in einem persönlichen Gespräch geklärt werden, um Missverständnisse zu verhindern.

Text: Sabrina Stapel

Fotos: Costa Belibasakis

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