Russischer Supermarkt Zabawa in Buchheim
Foto: Celina Albertz

„Zabawa“ – russische Spezialitäten in Buchheim

In dieser Rubrik findest Du kreative Rezepte und Tipps zum Einkaufen. Alexander Spivak führt uns heute durch seinen russischen Supermarkt in Buchheim und zeigt uns seine beliebtesten russischen Spezialitäten.

Adresse

Frankfurter Str. 100, 51065 Köln-Buchheim

Öffnungszeiten

Mo–Fr 10:00–20:00 Uhr, Sa 10:00–16:00 Uhr

Besonderheit

Russische Lebensmittel und Geschenkartikel

Weitere Informationen

Alle exklusiven Infos findest Du in diesem Beitrag

Auch wenn der russische Supermarkt „Zabawa“ in Buchheim von außen ein wenig unscheinbar wirkt, lohnt sich der Blick ins Innere. Inhaber Alexander Spivak versorgt seine Stammkundschaft tagtäglich mit einer handverlesenen Auswahl an osteuropäischen Spezialitäten und den Basics der russischen Küche. Wer auf der Suche nach authentischen Zutaten für traditionelle russische Rezepte ist oder den eigenen kulinarischen Horizont gen Osten erweitern möchte, ist im „Zabawa“ goldrichtig. Sprachlichen Barrieren begegnet Inhaber Alexander Spivak mit viel freundlicher Hilfsbereitschaft. Die kyrillischen Etiketten übersetzt er gerne für seine deutschen Kunden. Nützliche Tipps gibt es zu jedem Einkauf gratis.

Original russische Spezialitäten

Die russische Küche ist vor allem für deftige Eintöpfe, leckere Teigwaren und hochprozentigen Getränke bekannt. Alexander Spivak hat uns vier Produkte gezeigt, die seiner Einschätzung nach in keinem russischen Haushalt fehlen dürfen.

1. Gezuckerte Kondensmilch

Gezuckerte Kondensmilch aus der Dose genießt in Russland Kultstatus. Die klebrige Masse wird bereits seit 1881 zum Backen verwendet und beizeiten sogar pur gelöffelt. Kein Wunder, dass die „Sguschtschjonka“ einen festen Platz in vielen russischen Rezepten hat – so zum Beispiel auch als Zutat in der beliebten „Napoleon-Torte“. Die Kalorienbombe aus Blätterteig und Buttercreme wurde angeblich von russischen Konditoren erfunden, um das 100-jährige Jubiläum des Sieges gegen Napoleon Bonaparte zu feiern.

2. Wodka

Was darf in einem russischen Supermarkt auf gar keinen Fall fehlen? Na klar. Wodka! Im „Zabawa“ gibt es selbstverständlich eine große Auswahl an Hochprozentigem. Alexander Spivaks Lieblingsmarke nennt sich „Zarskoje Selo“ und kommt aus St. Petersburg. Dort wurde der edle Tropfen einst zu Ehren des Zaren Peter dem Großen hergestellt. Lange Zeit galt die Originalrezeptur als verschollen, bis Forscher in den Archiven des Zarenpalastes fündig wurden und dem königlichen Getränk neues Leben einhauchten. Der sechsfach destillierte und zwölffach gefilterte Wodka ist besonders weich und sanft im Geschmack und auch die Verpackung ist definitiv ein Hingucker. „Der macht garantiert keine Kopfschmerzen“, sagt Alexander Spivak. Na dann, na sdorowje!

3. Pelmeni

Pelmeni sind kleine, mit Fleisch gefüllte Teigtaschen, die in Wasser oder Brühe gekocht werden und als Suppeneinlage oder Hauptgericht Verwendung finden. Die Ursprünge des beliebten russischen Nationalgerichtes liegen vermutlich in den Regionen des Urals, der Wolga und Sibiriens, wo die traditionelle Küche in der Vergangenheit von asiatischen Nomaden beeinflusst wurde. Der Teig besteht aus Mehl, Salz, Wasser und Ei. Gefüllt werden Pelmeni mit Fleisch, Zwiebeln, Knoblauch, Salz und Pfeffer. Vegetarische Teigtaschen, die es mit Kartoffel- und Kohl-Füllung, aber auch als Dessert-Variante mit Beeren und Frischkäse gibt, werden in Russland Wareniki genannt.

4. Buchweizen

„Buchweizen gehört in der russischen Küche zu den wichtigsten Lebensmitteln überhaupt“, erklärt Alexander Spivak. Das glutenfreie Pseudogetreide wird als Beilage zu Fisch und Fleisch gereicht, kommt aber auch als eigenständiges Gericht auf den Teller. Buchweizenbrei wird traditionell mit getrockneten Pilzen und Zwiebeln gekocht. Die Zubereitung ist einfach: Eine Tasse Buchweizen mit zwei Tassen kaltem Wasser aufsetzen, aufkochen und anschließend bei geschlossenem Deckel solange köcheln lassen, bis das Wasser vollständig aufgenommen wurde.

Die Geschichte hinter dem „Zabawa“ Supermarkt

„Im April 2021 gibt es meinen Laden seit 12 Jahren“, erzählt Alexander Spivak und ist sichtlich stolz. Der gebürtige Ukrainer hat sich mit der Eröffnung des „Zabawa“ einen Traum erfüllt und steht auch nach über einem Jahrzehnt noch immer jeden Tag selbst hinter dem Verkaufstresen. „Meine Kunden kommen überwiegend aus dem Veedel, also aus Buchheim. Die meisten kenne ich seit Jahren.“ Die Stammkunden wissen den freundlichen Service und die authentische Produktauswahl zu schätzen. Für sie ist das „Zabawa“ ist ein kleines Stück Russland – mitten in Köln.

Text: Celina Albertz

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