Dietlinde Deimann erzählt von ihrem Leben in Köln

„Ein ganzes Leben bei der GAG“

In dieser Rubrik treffen wir Menschen, die Dir in Deiner Nachbarschaft begegnen könnten. Dietlinde Deimann ist die Mama der Brings-Brüder. Hier erzählt sie von ihrem Familienleben in Köln und ihrer Verbindung zur GAG Immobilien AG.

Name

Dietlinde Deimann

Geboren

1946

Beruf

Rentnerin

In Köln seit

immer schon

Veedel

Südstadt

Lieblingsort

Rheinufer

„Ich habe fast mein ganzes Leben bei der GAG in Köln verbracht. Ich wurde sogar bei der GAG geboren – in der Wohnung meiner Eltern in Köln-Bickendorf. 1946 war das. Dort lebte ich, bis ich mit 17 Jahren mit meinem Sohn Peter schwanger wurde, der später die Brings mit begründete. Mit dickem Bauch ging's Richtung Äußere Kanalstraße in eine größere Wohnung. Und zack! Drei Monate nach Peters Geburt war ich mit Stephan schwanger. Wir zogen wieder um – diesmal in den Akazienweg. Hier wurde auch Maria geboren, mein drittes Kind. Wir zogen immer eine Ecke weiter und bekamen mit jedem Kind ein Zimmer mehr.“

Mit jedem Kind wurde es ein Zimmer mehr.
Dietlinde Deimann

„Wir zogen in den Weißdornweg. 1971 lebten wir in einem Wohnprojekt der Kirche in Nippes in der Christinastraße. Ausnahmsweise mal nicht in einer GAG-Wohnung. Dort bekam jeder, der vor der Tür stand, Einlass und ein Dach überm Kopf. Ließ man den Schlüssel von außen stecken, konnte jeder kommen. Wenn nicht, wollte die Familie ihre Ruhe haben. Unten im Keller war ein Spielzimmer eingerichtet. Wie man sich vorstellen kann, war in so einer Einrichtung immer was los.“

Ihre Kinder waren schon von klein auf musikbegeistert

„1975 zerbrach meine erste Ehe. Ich zog ins Agnesviertel und heiratete erneut. Meine zweite Ehe war eine einzige Katastrophe – die Jungs gingen zu ihrem Vater. Doch nach zwei Jahren kamen sie zu mir zurück und wir richteten uns in einem Häuschen mit Garten in Flittard ein.

Meine Kinder waren schon von klein auf musikbegeistert. Natürlich wurden sie entscheidend durch ihren Vater Rolly Brings geprägt, aber auch in meiner Familie wurde immer viel Musik gemacht. Mein Vater war ein sehr, sehr guter Geiger, der sich das Spielen selbst beigebracht hatte. Ich selbst sang eine Zeit lang in einer Band.“

Ein Proberaum im Gartenhaus – das war der Beginn einer großen Karriere.
Dietlinde Deimann

„Für meinen ältesten Sohn Peter war schon früh klar: ‚Ich werde Musiker!‘ Da war er erst zwölf Jahre alt. Stephan hat sich vor dem ersten Album entschieden, auch die Berufsmusiker-Laufbahn einzuschlagen. Und der Erfolg gab ihm Recht.

In Flittard machten die Jungs das Gartenhaus zum Proberaum. Sie schleppten alte Matratzen ran und dämmten damit die Wände. Draußen hörte man keinen Mucks! Jeden Tag – direkt nach der Schule – verschwanden meine Jungs mit ihren Kumpels in dem winzigen Häuschen. Wenn ich nach der Arbeit nach Hause kam, standen manchmal zehn, zwölf Fahrräder vor der Tür. So sah er aus, der Beginn einer großen Karriere …“

Als liebevoller Feldwebel macht sie bei der GAG Tempo

„Nach fünf Jahren wollten wir alle aber zurück in die Innenstadt. Mitarbeiter der GAG zeigten uns drei sanierte Wohnungen. Das muss man sich mal überlegen! Damals konnte man es sich noch aussuchen. Wir entschieden uns für eine Wohnung im Severinsviertel. Die zweite Ehe scheiterte und ich war schwanger mit meinem vierten Kind Sarah, die 1983 zur Welt kam. Vier Jahre später heiratete ich erneut, aber auch diese Verbindung ging nach zehn Jahren kaputt. Jetzt wohne ich mit meinem inzwischen vierten Mann hier in der Rosenstraße.

In meinem Veedel kenne ich fast jeden.
Dietlinde Deimann

Ich bin leidenschaftliche Fahrradfahrerin. Am Wochenende fahre ich häufig nach Rodenkirchen oder Weiß. Dort gibt es herrliche Stellen am Ufer, wo man Picknick machen kann. Manchmal setze ich mich auch gern ins Restaurant Rheinau  gleich ums Eck von mir Zuhause. Dort brauche ich gar nicht zu bestellen und bekomme direkt meinen Kaffee hingestellt. In meinem Veedel kenne ich fast jeden. Alle wissen von allen alles, ob es nun stimmt oder nicht.

Auch unsere Hausgemeinschaft ist toll. Sechs Parteien, bunt gemischt, sehr nett und friedlich. Wenn ich durch das Treppenhaus laufe, heißt es: ‚Da kommt der Feldwebel!‘  Das meint aber keiner böse. Das kommt daher, weil ich mich um vieles im Haus kümmere, wenn was kaputt ist und so. Dann rufe ich auch schon mal bei der GAG an und mach ein bisschen Tempo. Demnächst müsste ich mal wieder durchklingeln ...“

Text: Jana Mareen Züger

Fotos: Patrick Essex

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