Der Veedelhelfer beim Heckenschneiden
Foto: Thilo Schmülgen

„Ich komme auch zum Heckenschneiden“

In dieser Rubrik stellen wir Dir Projekte aus den Veedeln vor. Veedelhelfer Horst Klug beantwortet uns viele Fragen zum Handwerker-Service von Veedel e. V. in Ostheim, Höhenberg, Vingst und Humboldt-Gremberg.

Welche Aufgaben übernehmen Sie als Veedelhelfer?

Manche wollen ein Bild aufgehängt haben, andere brauchen Hilfe beim Zusammenbauen eines Möbelstückchens. Mal ist der Wasserhahn kaputt, mal muss ein Stuhl repariert werden. Das ist ganz unterschiedlich. Ich komme auch zum Rasenmähen und Heckenschneiden in den kleinen Vorgarten oder bringe Abfall zur Müllkippe.

Wer braucht denn vor allem Hilfe?

Vor allem ältere Menschen, aber auch alleinstehende Frauen mit Kindern, die handwerklich nicht so begabt sind. Aber überwiegend sind meine Kunden Senioren.

Wurden Sie auch schon um ungewöhnliche Dinge gebeten, zum Beispiel Babysitten bei einer alleinerziehenden Mutter?

Nein, noch nie. Das würde auch nicht in meinen Aufgabenbereich fallen. Ich komm auch nicht zum Putzen oder Wäsche waschen.

Wie sieht ein typischer Tag bei Ihnen aus?

Die Leute rufen mich an und sagen mir, was sie brauchen. Dann machen wir einen Termin aus. Wenn ich Bilder aufhängen soll, habe ich natürlich Schrauben und Dübel dabei, das ist mit einem Termin erledigt. Aber wenn zum Beispiel der Wasserhahn in der Küche kaputt ist, fahr ich erstmal hin und schaue mir an, was ich brauche, um ihn zu reparieren. Am Telefon können mir die Leute oft nicht sagen, was es für ein Gerät ist, Hochdruck- oder Niederdruck, solche Dinge muss ich wissen. Das muss ich mir dann anschauen, dann kauf ich einen neuen Wasserhahn oder sage den Kunden, was genau sie besorgen sollen.

Merken Sie, dass die Leute eher gehemmt sind, Sie zu kontaktieren?

Naja, von denen, die sich nicht trauen, mich anzurufen, erfahre ich ja nicht. Ich merke aber schon, dass manche unsicher sind, ob sie anrufen dürfen. Wenn ich dann erstmal bei ihnen bin, fällt ihnen aber meist noch was ein, das noch kaputt ist. Dann fragen sie mich, ob ich mir auch die Schublade angucken kann, die seit langem klemmt. Oder ob ich den Fernseher einstellen kann.

Gibt es Stammkunden? Wie oft in der Woche fahren Sie raus?

Ja, Stammkunden sind etwa Mieter, deren Rasen ich regelmäßig mähe. Oft ist es so, dass aus derselben Gegend mehr Anrufe kommen, wenn einer mal angefangen hat, mich anzufragen. Das spricht sich dann rum. Ich würde sagen, ich fahre in der Woche etwa fünf Mal raus. Der Job ist ja meine Zusatzarbeit, in der Hauptsache bin ich Hausmeister.

Fällt Ihnen spontan eine besonders nette Anekdote ein? Eine ungewöhnliche oder lustige Begegnung?

Spontan fällt mir dazu gerade nichts ein, nein. Rührend finde ich manchmal, dass viele ältere Leute sich natürlich freuen, wenn mal jemand da ist, mit dem sie ein bisschen plaudern können.

Und was gefällt Ihnen an Ihrem Job als Veedelhelfer besonders?

Es ist einfach ein schöner und interessanter Job, weil ich das Gefühl habe, ich kann jemandem helfen, der mich braucht. Und es ist sehr abwechslungsreich. Kein Tag ist wie der andere. Das macht mir Spaß. Ich bin niemand, der immer das Gleiche machen will.

Infos im Überblick

GAG-Mieter zahlen für den Service nur 5 Euro pro Stunde. Wer einen Köln-Pass hat, der zahlt sogar nur 2,50 Euro pro Stunde.

Aber auch Wohnungseigentümer oder Mieter, die nicht bei der GAG wohnen, können Horst Klug kontaktieren. Der handwerkliche Betrieb des Veedel e. V. ist eingetragen bei der Handwerkskammer Köln.Horst Klug hat insgesamt fünf feste Mitarbeiter. Sie alle freuen sich auf Einsätze.

Du brauchst den Handwerker-Service? Dann vereinbare jetzt gleich einen Termin und sende eine Mail an h.klug@veedel.de oder kontaktiere den Veedelhelfer telefonisch unter 0221/56090621.

Text: Maria Hauser

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